Ausreichend versorgt im Alter? Wissenswertes rund ums Thema Pflege
Shownotes
MV EV einblicke ist ein Talkformat der Münsterländischen Volkszeitung und der Emsdettener Volkszeitung. Mehr Informationen zu dem Thema findet Ihr hier: https://www.mv-online.de
Music: https://www.bensound.com/free-music-for-videos License code: UYZKVVAXU42FBEFY Artist: : Benjamin Tissot
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00:00:00: Herzlich willkommen zum MVEV Einblicke-Podcast.
00:00:03: Ausreichend Versorgt fürs Alter, Wissenswertes rund um das Thema Pflege.
00:00:09: Das Thema Pflege ist aktuell gerade wieder in aller Munde und zwar nicht nur aufgrund der Debatte um die Nachjustierung der Pflegeversicherung.
00:00:18: Viele Menschen auch in unserer Region stellen sich die durchaus bange Frage ob es denn ausreichend Pflegepersonal gibt wenn man mal in die Situation kommt?
00:00:26: Ob es ausreichende Pflegeplätze gibt wie insbesondere die stationäre Pflege bezahlt werden soll, ob angesichts der Eigenbeteiligung von mittlerweile fast viertausend Euro im Monat oder bis zu viertausend Euro und mehr das mühsam ersparte Häuschen unter den Hammer kommen muss.
00:00:43: Was es für Alternativen gibt welche Rolle Pflege gerade dabei spielen?
00:00:47: Und vor allem wann man sich mit dem Thema Pflege und Alter beschäftigen sollte also in welchem Alter man übers Alter nachdenken sollte.
00:01:08: mein Name ist übrigens Christian Busch Und ich begrüße zum heutigen Einblickethema einen Gesprächspartner, wie er passender nicht sein könnte.
00:01:15: Denn Markus Wixmerten ist Entsettener.
00:01:17: Sein Schreibtisch steht in Reine und er weiß wovon er spricht.
00:01:21: Markus Wexmerten hat selbst eine Ausbildung zum Krankenpfleger absolviert, ist aber im Zuge der weiteren Karriere sozusagen ins Pflegemanagement gewechselt.
00:01:30: nach diversen Führungspositionen also unter anderem bei der Stiftung Saint-Joseph in Amstetten, aber auch beim Stift Tilberg in Habixberg ist er jetzt Leiter des Bereiches Gesundheit und Alter beim Charitastverband in Reine.
00:01:42: Und bevor sich die Zuhörerinnen und Zuhörer wundern, stellen wir eins klar – wir beide kennen uns schon eine relativ lange Zeit – und bleiben deswegen auch bei diesem Podcast und diesem Gespräch beim Du-Marcos!
00:01:52: Die Sorgen und Nöte, die sich viele Menschen mit Blick auf die Pflegesituation stellen und die sie umtreiben habe ich ja gerade schon kurz angeteasert oder angesprochen.
00:02:03: Warum ist das eigentlich so?
00:02:05: Reden wir heute von einem Pflegenotstand.
00:02:07: Das System hat da früher auch funktioniert?
00:02:09: Ja, hallo Christian!
00:02:10: Erst mal schönen Dank für die Einladung.
00:02:12: ja.
00:02:13: Gerne.
00:02:13: Das
00:02:13: system hat immer gut funktioniert weil es die Demografie her gab.
00:02:18: das kann man ja sagen.
00:02:19: und jetzt ist es so...
00:02:20: Also demographie heißt Altersverteilungen in
00:02:22: der Gesellschaft.
00:02:23: also Es werden weniger Kinder geborgen.
00:02:27: So wer zwei drei Generationen zurück schaut Der hat im Regelfall viele Onkels und Tanten Und je näher man in seinen eigenen Stammbaum guckt, desto weniger wird es.
00:02:39: So ist jetzt im Prinzip auch die Situation.
00:02:41: Das bedeutet natürlich wir müssen uns in irgendeiner Form umstellen.
00:02:45: Jeder hat Eltern von uns aber nicht alle haben Kinder und das macht im Prinzip ... Ich will nicht gar nicht sagen, wie die Säre deutlich, aber das macht es im Prinzip deutlich worum wir uns zu kümmern haben.
00:02:57: Und vielleicht eben das noch?
00:02:58: Natürlich ist der medizinische Fortschritt da.
00:03:01: Die Lebenserwartung steigt... Wir werden alle gemeinsam älter, ist ja auch schön so.
00:03:06: Das heißt ich nehme daraus die der Anstieg der sogenannten pflegerelevanten Gruppen ist einfach größer geworden.
00:03:12: an der Bevölkerung kann man das so sagen?
00:03:14: Absolut!
00:03:16: Wir haben ja auch allen noch was von der Rente.
00:03:17: also wer heute in Rente geht er erwartet hier noch ein paar Jahre in denen er etwas auch wohl gerade seine Rente eigentlich genießen möchte
00:03:25: Und das Thema wird sich ja wahrscheinlich durchaus zuspitzen.
00:03:28: Wir blicken alle auf den Jahrgang, der sogenannte Baby Boomer-Jahrgang.
00:03:32: Die gehen ab dem kommenden Jahr bis einund dreißig in der Regel in Rente und es wächst nicht genug nach an den Menschen die arbeiten und auch in diese Zahlversicherungssysteme einzahlen.
00:03:46: Du sagtest gerade schon Lebenserwartungen.
00:03:48: Man hört ja immer so, dass die in den letzten Jahren auch noch mal extrem gestiegen ist – also wie alle älter werden und alle gesünder älTER werden.
00:03:55: Ist das wirklich so?
00:03:56: Dass es immer weiter steigt oder stagniert das auf hohem Niveau oder kann man das eigentlich beschreiben wenn man im Blick auf Deutschland, wo wir ein hochzivilisiertes und entwickeltes Land sind?
00:04:06: Also tendenziell steigend, ja.
00:04:08: Es hat eine Abflachung gegeben, das muss man schon sagen.
00:04:11: tatsächlich die Corona Jahre und nach Corona Jahre haben zu einer Abflahung geführt.
00:04:16: dennoch steigt es aber dann jetzt wieder.
00:04:18: Steigt die Lebenserwartungen da?
00:04:19: Und dass alles auf einem hohen Niveau.
00:04:21: also wir werden alle um die Achtzigjahre von glaube ich achtundsiebzig Männer ura Frauen dreien Achtzig und Männer fast neun siebzig Jahre alt.
00:04:30: okay ganz kurz aktueller Einschub.
00:04:36: Du sagst es gerade Corona hat die Sterblichkeit erhöht, momentan ist es gerade relativ warm draußen.
00:04:42: wir haben immer noch Hochsommer, sagt man.
00:04:45: Satz zu Hitze und Flüssigkeitszufuhr bei Menschen die schon ein betagtes Alter haben.
00:04:50: denn ich glaube da ist das noch wichtiger als bei allen anderen Personen gerade weil sie sich auch vielleicht wenn Sie nicht dran erinnert werden vergessen zu trinken.
00:04:57: ja
00:04:57: genau also letzten Endes tatsächlich dass Durstgefühl reduziert sich im alter.
00:05:03: Da ist im Prinzip wirklich einfach drauf zu achten, man muss sich manchmal zum Trinken zwingen.
00:05:09: Und eben das erleben wir natürlich jetzt in diesem warmen und teilweise heißen Sommer dass auch die Hitze ein Problem sein kann.
00:05:16: wer zurückblickt sieht auf das Jahr zwei tausend drei.
00:05:19: da hatten wir auch mal einen großen Hitzesommer und Jetzt erleben Wir das immer öfter und so müssen wir auch Zusehen Dass wir unsere Räumlichkeiten klimatisieren uns angemessen auch Kleinen.
00:05:29: also Jetzt mit einer dicken Jacke noch rumzulaufen ist keine gute Idee.
00:05:35: Wohl war, das Thema Pflegeversicherung und Reform haben wir gerade schon kurz angesprochen.
00:05:42: Sagt doch mal aus deiner Einschätzung und du kennst ja nun wirklich beide Seiten die Zahlen und die Pflege am Menschen.
00:05:49: Blick doch mal auf die jetzige Pflegeversicherung.
00:05:51: also wie ist die finanzielle Ausstattung?
00:05:52: Wie ist auch für Träger, wie ihr es ja auch seid, die Refinanzierung?
00:05:59: Beurteils du den aktuellen Entwurf zum Pflege-Neuordnungsgesetz, wie es ja heißt.
00:06:05: Was ja ein bisschen die Pflegeversicherung auf neue Säulen stellen soll?
00:06:08: Genau!
00:06:09: Also die Pflegefersicherung hat auch aus Grund eben der Tatsache Demografie und zunehmendes Durchschnittsalter hat einfach ein Finanzierungsproblem.
00:06:19: so und dem muss die Politik eben auch gerecht werden.
00:06:22: Klammer auf... Der Bund hat sich natürlich auch mal der Pflegeversicherung in Corona-Zeiten bedient und schiebt jetzt diese Rückzahlung von mehreren Milliarden, vor sich her.
00:06:35: Das aber nur am Rande bemerkt.
00:06:38: Klar ist aber eben auch wir müssen eben zusehen dass wir da eine gute Finanzierung hinbekommen.
00:06:42: die pflegeversicherungen.
00:06:43: Wir haben es nicht als Vollkostenversicherung geplant.
00:06:48: das erste Mal was gesagt worden ist sie deckt nicht alles sie mildert die Folgen von Fliegebedürftigkeit.
00:06:55: Jetzt stellen wir fest, naja, wir müssen da noch aufgrund der Demografie nacharbeiten.
00:06:59: So von daher enthält der jetzige Referentnenwurf des sogenannten Pflegen-Neuordnungsgesetzes sieht einerseits Beitragssteigerung oder Einnahmesteigerungen vor aber sieht natürlich auch Justierung im Pflegesystem selbst vor So und da über solche Maßnahmen wie Anheben der Beitragsbemessungsgrenze, die Beitragspflicht von geringfügig Beschäftigten.
00:07:28: Darüber kann man sicherlich gut diskutieren.
00:07:29: Man muss aber eben auch genau schauen was macht das auf Leistungseite?
00:07:33: Der Wegfall des Entlastungsbetrachts von hundertdreißig Euro Umstellung der Beratungssituationen, dass es sicherlich wird um ein sehr kritisch diskutiert muss mal sein.
00:07:46: Denn du hast es gerade auch so im Nebensatz gesagt, wir müssen den Menschen da tatsächlich wirklich noch im Blick behalten und nicht nur gucken das wir Finanzierungssysteme haben sondern letzten Endes müssen wir zusehen dass wir vor Ort damit klarkommen dass wir menschen vernünftig versorgen.
00:08:02: Das wird ja häufig beklagt.
00:08:04: also grade wenn's sehr kritische Berichterstattungen auch über Situationen in Pflege oder einigen natürliche Pflegeeinrichtungen gibt, dass den dort pflegenden oder die ja den alten Pflegerinnen und Altenpfleger und deren Hilfen viel zu wenig Zeit bleibt eigentlich am Menschen.
00:08:21: Und für den einzelnen Menschen würdest du das so unterschreiben?
00:08:25: Oder würde es dazu sagen, dass der Normalfall eigentlich eine ganz gute Versorgung darstellt?
00:08:31: Also für Nordrhein-Westfalen kann ich das zumindest mal ganz deutlich sagen, haben wir eigentlich eine Pflegestruktur die gar nicht mal so schlecht ist.
00:08:39: Wir haben Anhaltswerte wie viel Personal es einzusetzen von welcher Qualifikation hat das Personal?
00:08:47: Von den Rahmenbedingungen hat man versucht einen Rahmen zu schaffen der eine gute Pflege ermöglichen kann.
00:08:53: Dann geht's natürlich ins Eingemachte.
00:08:54: also Wie qualifiziere ich mein Personal?
00:08:59: Wie bezahle ich mein Personal?
00:09:01: Auch das gehört mit dazu.
00:09:02: Großes
00:09:02: Thema in der Corona-Zeit?
00:09:04: Ja, wie sorge ich für ... ja nicht bei allen, das sage ich auch in der Deutlichkeit aber... wie sorg' ich für meinen Personal?
00:09:13: Das ist sicherlich ein Unterschied und das merken wir natürlich am Markt auch.
00:09:19: Tatsächlich haben es dritte Jahr in Folge wo wir verkünden können Wir haben noch nie so viele Pflegefachkräfte ausgebildet wie in diesem
00:09:27: Jahr.
00:09:29: Aber trotzdem ist der Bedarf, geht ja noch weiter.
00:09:31: Also von daher ist es ganz gut dass wir solche Rekorde vermelden können zeigt aber auch zumindest mal wenn ich auf die freie gemeinnützigen Träger blicke die traditionell immer sehr stark ausgebildet haben.
00:09:44: das ist gut auch daran fest zu halten und wirklich dafür zu sorgen dass wir Menschen dafür gewinnen.
00:09:50: Aber das kann ja auch als Indiz dafür gewertet werden, dass eigentlich der Pflegeberuf ein attraktiver ist sowohl von den Arbeitsbedingungen her, auch wenn es teilweise körperlich schwerer Beruf ist also auch von der Bezahlung?
00:10:02: Absolut!
00:10:03: Also ich sag mal Wir haben im Regelfall eine neun dreißig Stundenwoche.
00:10:09: Ja natürlich Menschen müssen auch am Wochenende versorgt werden.
00:10:13: Das gilt für die ambulante Pflege, das gilt für Die vollstationäre Pflege Aber da gibt es viele andere Berufe, in denen Wochenendienste auch notwendig sind.
00:10:23: Aber die Verdienstmöglichkeiten waren und sind grundsätzlich gar nicht so schlecht.
00:10:29: also eine examinierte Pflegefachkraft bekommt als Gesamtvergütung ungefähr drei tausend acht hundert Euro wenn sie nach Tarif bezahlt wird Und ich finde das ist kein schlechtes Gehalt für ne Vollzeitstelle mit einem dreijährigen Ausbildungsberuf.
00:10:43: Auch die Ausbildungsvergütung ist deutlich besser geworden als es früher der Fall war.
00:10:46: Signifikant,
00:10:47: also wir sind über千 drei Hundert Euro jetzt pro Monat für die Ausbildung und auch die Inhalte der Ausbildung haben sich deutlich geändert.
00:10:56: Also wenn man das ja noch an anderen Berufen kennt, Lehrlingen gehen mal mit irgendwo.
00:11:01: Sind hier die Strukturen ganz anders aufgestellt?
00:11:04: Wir haben Praxisanleiter verpflichtend, die eben entsprechend qualifiziert sind.
00:11:09: Also da hat sich eine ganze Menge getan.
00:11:11: Dennoch, das muss man hier auch ganz klar sagen, könnten wir das System der Pflegeausbildung ohne ausländische Kräfte gar nicht mehr stimmen?
00:11:23: Also teilweise haben wir Klassen besetzt die Achtzig Prozent von Menschen aus dem Ausland gespeist werden.
00:11:30: In dem Setten haben wir drüber berichtet.
00:11:32: wird jetzt demnächst ein Wohnheim entstehen für Auszubildende im Pflegeberuf, die so explizit angesprochen aus dem Nicht-EU-Land kommen.
00:11:42: Also Indien und ich glaube da gibt es sogar Spezialistenagenturen, die sozusagen darauf den Fokus haben diese Menschen zu vermitteln oder anzuwerben für den hiesigen Pflegemarkt.
00:11:54: kennst du das auch?
00:11:54: Ja das ist so.
00:11:55: also arbeiten wir mit zusammen und man muss jetzt langsam kanalisieren.
00:12:00: woher nimmt man diesen diese Menschen, mit welchen Sprachkenntnissen kommen sie?
00:12:03: Das auch relativ geregelt.
00:12:06: Welche Motivation haben Sie?
00:12:07: Auch wie können sich hier in Communities einbringen?
00:12:11: Die Menschen kommen mit dem ersten Tag der Ausbildung und dann kommen die erst aus dem Ausland.
00:12:16: also die legen hier einen Kaltstaat hin Und das ist etwas da lässt tatsächlich wenn man das mal kritisch anmerken darf die Politik uns bisschen alleine denen sagt ja kümmert euch mal um diese ausländischen Kräfte.
00:12:31: Aber auf der anderen Seite sind wir sehr stark reglementiert, wie viel Menschen wir für was einsetzen.
00:12:37: Also eigentlich müsste es da noch mehr Unterstützung geben.
00:12:39: Das wird sehr stark getragen durch das persönliche Engagement von einzelnen Mitarbeitenden.
00:12:46: Jetzt sind wir ja fast schon im Bereich der stationären Pflege reingaloppiert inhaltlich und setzen mal ein bisschen früher an.
00:12:54: Es gibt ja zahlreiche Unterstützungshilfeangebote bevor man überhaupt darüber nachdenkt in ein Seniorenheim zum Beispiel zu ziehen oder auch nur sich ambulante Hilfe zu holen.
00:13:06: Was gibt es da alles?
00:13:07: Ja, es fängt ja eigentlich viel früher an und ich finde bevor man über Pflegebedürftigkeit redet, redet man ja über Hilfemüftigkeit oder Unterstützungsbedarfe.
00:13:16: und die fangen dann an aufhängend der Gardinen wo man sagt Mensch auf eine Leitersteigung ist keine gute Idee mehr.
00:13:23: also sich da Unterstützung zu holt viele bei uns im Münsterland und versorgen noch irgendeinem Garten direkt am Haus, auch das wird erschwert.
00:13:31: Also da tatsächlich zusehen, dass man sich Unterstützung holt und frühzeitig damit anzufangen.
00:13:37: Alles können auch Angehörige stemmen.
00:13:39: Das muss man auch mal sagen.
00:13:40: Auch Clara Pell, auch den Eltern gerne mal erklären einen Gärtner der die Hecke schneidet, der darf auch mal Geld kosten?
00:13:46: Absolut!
00:13:46: Ja natürlich, die wenigstens machen das ehrenamtlich.
00:13:50: Und ich finde ein ganz großer Punkt ist eben Man muss eben auch Netzwerk geschaffen für sich im Alter.
00:13:56: Also das Thema Einsamkeit im Alter ist im Moment ja ein großes, großes Thema und dem muss man rechtzeitig, finde ich vorbeugen.
00:14:03: Das bedingt natürlich eben auch ein gewisses Engagement eines jeden Einzelnen.
00:14:07: aber auf der anderen Seite sehen wir eben auch wie hier in Reine Wie viele Initiativen es gibt die sich um alte Menschen kümmern.
00:14:15: Die Angebote machen viele alten Gemeinschaften.
00:14:18: Also kann man natürlich nur den Appell an die Zuhörer richten und sagen, machen Sie sich auf den Weg.
00:14:24: Und es lohnt sich wirklich!
00:14:25: Es macht Freude.
00:14:26: Es gibt ganz viele Initiativen.
00:14:28: in dem Städten kennen wir das auch.
00:14:31: Machen sie sich kundig?
00:14:32: Gehen Sie offen auf die Leute zu in Ihrer Kirchengemeinde in bestimmten Initiatifen?
00:14:37: Sprechen Sie mit denen?
00:14:38: Und klinken Sie sich ein?
00:14:40: Schaffen Sie eigene Netzwerke?
00:14:42: Was uns vielleicht zum Thema bringt was ganz am Anfang schon kurz angeklungen ist... Muss ich allerdings eigentlich schon ans Alter denken oder ist es sinnvoll, schon alter mitzudenken?
00:14:54: Insbesondere glaube ich wenn man das Haus anfasst und renoviert zum Beispiel.
00:14:59: Ja spät genau spätestens dann.
00:15:01: also man soll nicht nur... Eigentlich finde ich sollte man das frühzeitig mit im Blick nehmen.
00:15:06: Frühzeitig heißt, wenn ich ein Haus erwerbe oder baue kann mich da selbst daran erinnern als uns das erste Haus angeboten wurde damals noch in Baden-Württemberg.
00:15:17: Da wurde drauf Wert gelegt, was kann man noch ausbauen wenn Kinder kommen.
00:15:21: Aber auf die Frage, was ist denn, wenn einer von uns Pflegebedürftig wird?
00:15:24: Da konnte der Architekt keine Antwort geben.
00:15:27: Also antizipieren, was können dann passieren?
00:15:31: und es sind manchmal so ganz kleine Dinge wie...
00:15:33: Kannst du da ein paar Stichworte liefern?
00:15:34: Ja klar!
00:15:35: Türbreiten, bodengleiche Duschen mittlerweile ein Standard vor zwanzig Jahren noch nicht aber ist heute auch viel bequemer eine bodengleiche Dusche zu haben, also wirklich auf solche Sachen zu achten.
00:15:47: Zugang zur Wohnung!
00:15:48: Ich habe mal in Baden-Württemberg einen Architekten begutachtet der ganz viele Ebenen in seiner Wohnung hatte.
00:15:56: Split Level Bauweise sehr beliebte Architektenhäuser?
00:15:59: Ja, er hat sich hinterher geärgert.
00:16:01: Also da wirklich zu antizipieren und die Fachleute einfach mit zur Rate zu ziehen.
00:16:07: Wir haben tatsächlich ja auch eine Wohnberatung im Kreis Steinfurt, sowohl beim Kreis selbst bei den Pflegestützpunkten wie auch die Wohnberation des Karitasverbandes in Reine.
00:16:18: Da kann man sich frühzeitig auch Unterstützung holen oder einfach mal nachfragen.
00:16:23: fragen an der Stelle kostet tatsächlich nichts und ich finde persönlich auch die Frage nach Elektrifizierung oder Ausstattung mit Smart Home finde ich zukunftsgewandt.
00:16:34: es ist nicht nur bequem Sondern es macht einen auch fit fürs Alter, also das Thema Rolläden oder bestimmte andere Dinge die man gut einplanen kann.
00:16:45: Also meinst du jetzt als konkrete Hilfe oder dass man quasi technologisch am Puls der Zeit auch bleibt dann mit zuschreiten im Alter?
00:16:51: Man muss ja den ganzen Smartphone haben meistens und das bedienen in irgendwelchen Apps oder sowas?
00:16:55: Ja, nicht unbedingt.
00:16:56: Also es geht dann auch natürlich über die berühmten Sprachassistenten wo man das verknüpfen kann.
00:17:02: Das muss man sich dann tatsächlich einrichten lassen da muss man Freude dran haben Da muss man Leute haben, die einen da auch unterstützen.
00:17:10: Aber dann geht das theoretisch auch ohne Handy.
00:17:12: aber man muss natürlich die ganzen Anwendungen miteinander verknüpfen Wie bei vielen anderen auch.
00:17:16: Man muss vorher wissen was will man denn überhaupt.
00:17:19: Ich glaube tatsächlich je eher man sich damit befasst ist so Gewinn bringen, da ist es.
00:17:23: Am Anfang ist das ein Komfort zu gewinnen und hinterher ist es die Ermöglichung von Versorgung Zuhause Denn die Rolläden dann runterzulassen fällt irgendwann vielleicht auch mal schwer oder viel mehr hoch zu lassen.
00:17:38: Oder hattest du mir mal erzählt Auch Kameras die übers Internet angesteuert werden können eine echte Hilfe sein wenn Es Darum Geht dass Angehörige Vielleicht drei Hundert Kilometer entfernt Von dem Vater der Mutterbohnen?
00:17:51: Ja genau, also wir hatten zum Beispiel tatsächlich bei einer aus dem Familienkreis hatten wir Fenster Türkontakte um zu wissen wird der Kühlschrank geöffnet oder geschlossen.
00:18:00: Dann weiß ich ja ist noch da alles zumindest läuft da was?
00:18:05: Oder eben eine Kamera im Kühl schrank die installiert hat um zu Wissen sind auch genug Joghurtbecher in den Kühl Schrank oder anderes?
00:18:12: Also das ist da.
00:18:14: es sind der kreativität keine Grenzen gesetzt.
00:18:16: man muss sich man muss wissen was man will und was natürlich.
00:18:20: Also das ist so der Blick auf die eigene Häuslichkeit, die man ich sage mal in jüngerem Alter oder mittleren Alter dann auch bewohnt.
00:18:28: Dann gibt es natürlich aber auch eben alternative Wohnmöglichkeiten und es wird ja manchmal propagiert ziehen sie doch rechtzeitig.
00:18:36: verkleinern Sie sich also raus aus dem großen Haus machen sie Platz für andere Familien.
00:18:42: das Thema So wie schaffen wir Wohnraum eben auch für Familien.
00:18:48: Wiesenthemen auch in den Zetten?
00:18:49: Ja natürlich, wenn Ehepaare zu zweit auf zwei Hundert Quadratmetern sitzen weil die Kinder alle ausgezogen sind und die Nachfolgenutzung nicht da ist dann mal zu überlegen wann geht's denn, wann setzt man sich kleiner da an der Stelle?
00:19:05: und der Zugewinne ist natürlich wenn ich wirklich einen wahren Benefit erkenne.
00:19:12: Ich kriege den Gart nicht mehr gepflichtet, die Oberretage schließe ich ab weil da komme ich eh nicht mehr rein.
00:19:17: dann sollte man sich diese Fragen stellen und dann natürlich gucken gibt es Seniorengerechtewohnungen, Servicewohnung betreutes Wohnen, das sind ja im Moment Begriffe.
00:19:25: Die gibt's ja schon, ach, fünf, zwanzig, dreißig Jahre, die nicht geschützt sind?
00:19:30: Das muss ich sagen.
00:19:31: Und in jedem Fall einfach mal gucken was bieten die, wer betreibt die Und was will ich eigentlich?
00:19:39: Auch das Beratung wahrscheinlich ein wichtiges Thema.
00:19:41: Das A und O, zentraler Punkt ist bei allen, sie schaffen im Regelfall ein gemeinschaftliches Miteinander.
00:19:47: Das heißt also bevor ich irgendwann in meiner Straße der Einzige bin oder habe keinen mehr zu dem ich Kontakt hab diesen Nachbarn sind alle irgendwie weggezogen sind da neue Nachbaren zu denen ich nicht so den Kontakt habe dann ist es vielleicht ja ganz sinnvoll zu gucken wo komme ich denn Mit Menschen eben ins Gespräch, auch in Kontakt.
00:20:05: Wo schaffe ich noch mal ein gemeinschaftliches Miteinander?
00:20:08: Wo interessiert sich jemand, ob meine Rolläden dann aufgezogen sind oder nicht?
00:20:12: Ob elektrisch oder mechanisch?
00:20:14: Wo du gerade sagtest was möchte ich eigentlich, wo will ich hin?
00:20:18: Auch die rechtliche Vorsorge und rechtliche Vertretung ist ein Riesenthema, dem sich viele erst stellen wenn es eigentlich schon zu spät ist beziehungsweise etwas sehr gerne... Die beteiligt am Tisch, zumindest mich nehm ich da nicht aus.
00:20:31: Was mir ein bisschen weggeschoben wird muss ich mich mal drum kümmern um sowas für eine Patientenverfügung oder wie Vollmachten.
00:20:37: was ist da eigentlich aus deiner Sicht mit Blick auf eine Pflegesituation?
00:20:40: Oder auch das Alter wichtig war sollte man unbedingt haben und wann sollte man damit anfangen?
00:20:45: also ich glaube man sollte sehr frühzeitig damit anfingen ja zu schauen wer sorgt denn irgendwann für mich?
00:20:52: also wenn das eigene kinder sind klar mit wenn die zwölf sind ist es ein bisschen schwierig aber irgendwann werden die auch älter.
00:20:59: dann mit denen zu sprechen spätestens dann würde ich sagen dann ist ein punkt erreicht wo ich gucken muss wer regelt denn was?
00:21:06: Und dann auch Bevollmächtigung auszusprechen.
00:21:09: Das Gleiche gilt natürlich eben für Menschen ohne Kinder oder eben Alleinstehende, die müssen sich frühzeitiger einfach drum kümmern.
00:21:16: und ja da ist das Wesenliche heißt dann eben Vertrauen.
00:21:20: Dem dem ich eine Vollmacht ausspreche den muss ich vertrauen.
00:21:23: Da muss ich eben auch regeln.
00:21:24: dafür Muss man sich dann tatsächlich Hilfe holen.
00:21:28: Muss ich gucken, was will ich denn überbringen?
00:21:30: Da gibt es auch die Betreuungsvereine, die hier sehr gut unterstützen haben wir vielfach im Kreis wie beispielsweise bei der Caritas in Reine Die einen individuell unterstützen damit man mal gucken kann Was kann ich bevollmächtigen?
00:21:42: Was macht den Sinn?
00:21:44: Da wird das Rad ja nicht jedes Mal neu erfunden.
00:21:47: Aber wichtig ist ja Es muss trotzdem zu mir passen Der Konfektionsanzug soll ja auch sitzen an dieser Stelle.
00:21:53: Und dann, das kann man als Vollmacht oder als Vorsorge vollmacht.
00:21:56: Also für den Fall dass, kann man das regeln?
00:22:00: Wenn das nicht mehr regelbar ist, weil jemand seine eigenen Sachen nicht mehr regeln kann, kommt die sogenannte gesetzliche Betreuung ins Spiel.
00:22:08: Früher, das kennen noch einige,
00:22:10: gab es die
00:22:10: Form und ja, das gibt's schon seit ganz vielen Jahren nicht mehr... Da hat sich ein Paradigmenwechsel gegeben.
00:22:19: Das nennt sich jetzt Gesetzliche Betreuerung.
00:22:22: Da wird dann im Prinzip von Rechts-, von Amtswegen ein Betreuer eingesetzt.
00:22:27: Das sind Idealfallfamilienangehörige, aber es kann auch mal jemand sein der das berufsmäßig macht, der die Angelegenheiten für einen selber regelt.
00:22:36: Der wird vom Amtsgericht bestellt und auch überprüft.
00:22:41: Aber dafür kann man eine Vorsorge treffen.
00:22:43: Man kann ja selber sagen wenn es mal zu einer Betreuung kommen sollte... Dann möchte ich gerne, dass das Gericht prüft ob die oder derjenige für mich dann eben Betreuer
00:22:53: ist.
00:22:53: Ja auch da wahrscheinlich Beratung im Vorfeld und Regeln des A&O weil natürlich könnte so ein externer Betreurer, die machen sicherlich alle sehr verantwortungsvoll ihren Job aber könnten natürlich auch mit Zweifel gegen den Willen der Angehörigen etwas entscheiden?
00:23:07: Erst mal müssen Sie den Willem der An gehörigen wissen oder überhaupt zu betreuenden wissen also tatsächlich einmal zu gucken was will denn jemand was möchte Ich denn?
00:23:16: Ja, und das ist wichtig frühzeitig da in Kontakt zu kommen.
00:23:20: Und je autonomer man diesen Prozess gestaltet oder desto besser es natürlich.
00:23:29: Und natürlich gibt's dann diese Begrifflichkeit des Patienten-Testaments.
00:23:34: Das wirkt ja hinterhin.
00:23:35: was denn in lebensbedrohlichen Situationen?
00:23:38: Was möchte ich da?
00:23:40: Da wird man den jungen Jahren wir beiden rein schreiben.
00:23:42: wahrscheinlich wenn jetzt irgendwas passieren würde Dann bitte das gesamte Programm abfahren und helfen.
00:23:52: Solange es geht, solange sinnvoll ist.
00:23:55: Aber sobald natürlich, ich sag mal, dass Alter oder eine Krankheit dazukommen, denkt man womöglich etwas differenzierter darüber?
00:24:03: Und dann ist die Frage tatsächlich was möchte ich denn hinterher und sich da auch Hilfe häufig eben beim Arzt des Vertrauens dann beim Hausarzt einzufordern?
00:24:13: Das halte ich für sehr sinnvoll.
00:24:14: Also es macht keinen Sinn reinzuschreiben, ich möchte nicht von Maschinen oder an Maschienen hängen sondern da wirklich differenziert zu schauen.
00:24:22: was ist denn?
00:24:23: Was ist mir wichtig?
00:24:25: und da gibt's glaube ich ganz viele Möglichkeiten die man bedenken kann.
00:24:28: Da macht das Gespräch mit dem Hausarzt aus meiner Sicht den größeren Sinn wie bei vielen.
00:24:34: was wir heute besprechen heißt sprechen hilft.
00:24:37: das geht wirklich überall.
00:24:38: das kann man sich durch diesen gesamten Podcast, glaube ich, ziehen.
00:24:42: Hinterher sprechen Sie mit den entsprechenden Leuten.
00:24:44: Lassen sie sich beraten!
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00:25:36: also Eine Pflegesituation wäre ja immer Tritt ein oder kündigt sich an.
00:25:43: Was wären denn dann die ersten Beratungsschritte, die man vornehmen muss?
00:25:48: An wen wende ich mich?
00:25:49: mit welchen Fragestellungen?
00:25:53: Die Frage ist gerade in heutiger Zeit, du hast vorhin ganz am Anfang gesagt das Pflegeneuerordnungsgesetz kommt da wichtig ist eine Pflegeberatung in Anspruch zu nehmen weil sie soll eben auch einen Punkt schaffen, sie soll Ordnung schaffen.
00:26:09: Also jemand der als erstes eine Pflegeberatung macht wird fragen wie sind die rechtlichen Voraussetzungen?
00:26:16: Wie ist bevollmächtigend und wie ist das alles erstmal geregelt?
00:26:18: bei ihnen auch die Frage Ist man pflegebedürftig oder Hilfe bedürftig solche Fragen einmal überhaupt abzuklären?
00:26:27: Und da geht man idealerweise auf die Pflegestützpunkte oder die Sozialstationen in seinem Gebiet dazu wozu man vertrauen hat geht man hin Kommen Sie doch bitte einmal vorbei.
00:26:38: Im Regelfall ist das kostenfrei und dann wird einfach geprüft, wird geguckt und es wird miteinander gesprochen.
00:26:44: Das ist glaube ich der wesentliche Punkt dass man einmal aufnimmt wo ist denn Unterstützungsbedarf da?
00:26:49: Wie kann er befriedigt werden?
00:26:51: kommt die Pflegeversicherung hier überhaupt in Betracht ja oder nein?
00:26:55: Und dann kann man weitere Schritte besprechen.
00:26:58: Ich würde es wirklich so frühzeitig wie möglich machen.
00:27:01: also wenn ich merke bestimmte Dinge fallen mir schwerer.
00:27:06: Ich versuch, bestimmte Sachen zu kompensieren.
00:27:09: Also seien es die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, sie fallen mir schwerer oder ich verzichte da auch einige Dinge.
00:27:15: Ich habe gesundheitliche Probleme.
00:27:17: Der Arzt spricht mich an und sagt Menschen also an der Stelle brauchen Sie Unterstützung.
00:27:21: oder überlegen Sie mal ob Sie da Unterstützung brauchen?
00:27:24: Ich würde diese Signale frühzeitig aufnehmen und lieber einmal zu früh zur eine Beratung gehen als zu spät weil bestimmte Dinge kann ich frühzeitig auch einläuten.
00:27:35: Da legt übrigens das Pflegeneuerungsgesetz ja dann auch Wert.
00:27:37: Auch auf das Thema Prävention, also lasst Pflege doch gar nicht erst entstehen.
00:27:42: Das lässt sich nicht immer vermeiden aber womöglich lassen sich bestimmte pflegen oder bestimmte Einschränkungen vermeiden oder abmildern und auch Rahmenbedingungen schaffen in denen Pflege- oder Unterstützung viel einfacher geht.
00:27:56: Das teilen geht ja häufig auch Bereiche die einem vielleicht ich sage mal unangenehm sind weil es ja offenbart Ich kann nicht mehr so wie früher vielleicht angewiesen, mehr als ich mir das selber eingestehe.
00:28:08: Ist es immer ratsam dann Angehörige Kinder im Idealfall mitzunehmen frühzeitig einzubinden?
00:28:14: oder kann das auch eine Hemmschwelle nehmen wenn man da erstmal als jemand der merkt okay?
00:28:19: Ich brauche zumindest in absehbarer Zeit Hilfe dass man sich erst mal alleine auf den Weg
00:28:24: macht?".
00:28:25: Ich glaube das kommt jeweils auf die Verhältnisse tatsächlich drauf an.
00:28:28: also wie geht man miteinander um?
00:28:30: Manchmal kann der Pflegedienst oder die Pflegeberatung auch ein guter Mediator sein, dass man sagt Mensch also wir kommen sonst nicht ins Gespräch.
00:28:37: Oder wenn ich das bei Vatern anspreche dann will er nichts von hören oder ich möchte meine Kinder gar nicht beunruhigen, dass sie hinter Sorge haben.
00:28:48: da kann durchaus eben ein neutraler Dritter einen Mediators sein.
00:28:54: manchmal macht das vertrauliche Gespräch allerdings unter vier Ohren und manchmal auch vielleicht mehr Sinn oder sechs Ohren, wenn Ehepaare dann da sind.
00:29:05: Und dann gibt es ja verschiedene Hilfesysteme wo man gucken muss wie also auch durch die Pflegeberatung vielleicht schon initiiert was für verschiedene Leistungsmöglichkeiten ist je nach Bedarf der Hilfebedürftigkeit oder Pflegebedürftigkeit.
00:29:25: sozusagen muss das evaluiert werden?
00:29:27: Oder wie kann man sich das vorstellen?
00:29:28: Ja genau!
00:29:29: Also dann geht's ja drum aus dem aus dem Portfolio, aus dem Bauchladen der Pflegeversicherung das Idealmix zusammenzustellen.
00:29:41: Als Erste steht tatsächlich Beratung und dann... Ist auch
00:29:44: so vorgeschrieben?
00:29:46: Also die Pflegefersicherung hat diesen Beratungsaspekt von Anfang an drin.
00:29:53: Ich fand den negativ konnotierten Begriff dieser Pflegepflichtberatung für Insider Paragraph sieben, dreizehn Absatz drei.
00:30:02: Es gibt jeden Redner tatsächlich das ist ein sehr technokratisches Instrument.
00:30:07: diese Pflegeversicherung also diese Pflichtberatung ist für diejenigen vorgesehen Die Geldleistungen beziehen die sagen wir organisieren die pflege selbst und dann soll ja eben auch eine Entschädigungs Leistung eben an die an den pflegenden Angehörigen ermöglichen werden.
00:30:22: Das ist ein Novum gewesen in der Pflegefersicherung.
00:30:25: da hat der Gesetzgeber von Anfang an gesagt Ja Aber wir möchten gerne, dass die in regelmäßigen Abständen beraten werden.
00:30:33: Und auch die Beratung soll dann... Die Frage beantwortend ist die Pflege denn auch sichergestellt?
00:30:38: Also sind die Leistungen, die hier die Pflegefersicherung ausschüttet?
00:30:41: Kommen die an!
00:30:42: Kommen
00:30:42: sie tatsächlich an oder geben wir die?
00:30:45: und jemand verwahrlos darin was extrem selten ist.
00:30:49: das muss man wirklich sagen.
00:30:50: Das finde ich erstmal super, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:30:53: Ich finde gut, dass man diese Punkte setzt Und das ist jetzt so mit Pflegegrad eins, ist es heutzutage freiwillig.
00:31:01: Alle anderen haben Rhythmen.
00:31:02: Pflegerat zwei und drei sind alle sechs Monate.
00:31:05: Ist diese Leistung abzurufen?
00:31:07: Da achtet auch die Pflegekasse drauf.
00:31:10: Für die Pflege gerade vier und fünf ist das alle drei Monate.
00:31:13: Ich finde das gut angemessen.
00:31:16: Dann gibt's im Prinzip eben auch pflegekurse.
00:31:18: also diese Beratungen können allgemein erfolgen.
00:31:22: manchmal sehen sie in der Tageszeitung Aufrufe, es gibt Pflegekurs der Barber.
00:31:31: Da weiß man, da kann man sich unverbindlich informieren.
00:31:34: das geht aber eben auch individuell wird dann durch den Pflegedienst erbracht.
00:31:38: Dann kommen die nach Hause und gucken ganz individuell welche Pflege oder was ist hier zu schulen worauf es hinzuweist?
00:31:46: Das
00:31:46: heißt pflegende Angehörige werden dann angeleitet worauf sie achten müssen was sie wie machen
00:31:50: Und zwar bezogen auf diesen einen Fall.
00:31:52: Das ist
00:31:52: eine Mini-Ausbildung zum Altenpfleger sozusagen?
00:31:55: Zum
00:31:55: alten Pfleger, vom eigenen Vater oder von der Tante oder von wem auch immer der Ehefrau.
00:32:01: Genau und dann ist im Prinzip der Einstieg in die Systeme das Thema Pflegegrad tatsächlich.
00:32:08: also wann werden kommen Leistungen der Pflegeversicherung in Betracht?
00:32:13: dann wenn ein Pflegegrat zu erkannt worden
00:32:17: ist.
00:32:17: Früher hieß es ja Pflegestufen da gab's noch mich drei Dann gab es fünf Pflegegrade.
00:32:21: Genau!
00:32:22: Und die jetzt ja zumindest teilweise... Na ja, soll zumindest was geändert werden nach dem Referentenentwurf vor allen Dingen was den Pflegegrad eins betrifft?
00:32:30: Vielleicht kannst du da ein bisschen darauf eingehen und dann können wir vielleicht mal kurz durchgehen wie so etwas abläuft.
00:32:34: also ich werde pflegebedürftig und möchte gerne Geldmittel dafür haben oder wenn dich in einen Pflegeheim muss dass die Kosten dort unterliebern werden.
00:32:46: Wie funktioniert das?
00:32:47: Genau.
00:32:48: Also als erstes muss man sagen, die Pflegekasse wird hier auf Antrag tätig.
00:32:54: Also es kommt keiner automatisch und sagt du bist jetzt pflegend dürftig sondern wenn man den Eindruck hat ist zu prüfen.
00:33:03: Da macht es ja Sinn vorher auch noch mal mit der Sozialstation eine eine Beratung in Anspruch genommen zu haben.
00:33:09: Häufig
00:33:10: ist das ja auch im Anschluss zum Beispiel an einem Krankenhausaufenthalt, dass man feststellt also das geht jetzt hier nicht mehr alleine zu Hause?
00:33:16: Ja genau oder der Arzt weist einen drauf hin... Oder aber man erkennt es sind schleichende Prozesse.
00:33:21: wir brauchen so viel Hilfe.
00:33:22: lassen uns mal den Antrag stellen.
00:33:24: Der ist formlos dann, geht bei seiner eigenen Pflegekasse.
00:33:29: Im Regelfall da wo auch die Krankenkasse ist Und dann wird ein Antrag gestellt.
00:33:34: Das ist das Wichtigste, dass der gestellt worden ist und das Datum gilt auch bei Privatversicherungen.
00:33:43: Dann wird der medizinische Dienst beauftragt einen Gutachten zu erstellen.
00:33:47: D.h.,
00:33:48: er muss feststellen wie pflegebedürftig unterstützungsbedürftig ist jemand?
00:33:53: Er stellt den Gutachten der Pflegekasse zur Verfügung und die bescheiden dann ja es ist pflegel grad zwei.
00:34:00: Das heißt, da kommt jemand nach Hause und guckt sich das an.
00:34:04: Und spricht mit den Zuflegenden dann in Zweifel.
00:34:07: Was sind das?
00:34:08: Was haben die für eine Ausbildung?
00:34:09: Sind das selber Altenpfleger?
00:34:11: Sind es Ärzte?
00:34:12: Mittlerweile also früher waren es ausschließlich Ärzter jetzt sind das überwiegende Zahl sind das Pflegefachkräfte.
00:34:18: Also Leute vom Fach, die dann kommen und die überprüfen dann ja bewerten dann die Selbstständigkeit.
00:34:24: Es geht hier nicht darum dass jemand sagen kann naja Ich bin so und so krank oder die und die Erkrankung habe ich, dann ist das automatisch pflegegrad.
00:34:33: Auch eine Korrelation zwischen dem Grad der Behinderung.
00:34:36: also manche haben ja einen behinderten Ausweis da kann man nicht sagen naja also mit einem Grad der Behinderung von Achtzig Dann hab' ich auf jeden Fall pflegel grad So-und-So.
00:34:45: Hier geht's drum zu gucken wie selbstständig ist man nochmal?
00:34:49: Und dann gibt es Klar kategorien.
00:34:52: Es gibt die Mobilität Also gehen Treppensteigen wird bewertet.
00:34:56: inwieweit, welche kommunikativen Fähigkeiten hat man?
00:35:00: Kriegt man noch mal seine täglichen Sachen so geregelt?
00:35:03: Verhaltensweise psychische Problemlagen.
00:35:06: Die Selbstversorgung also alles das was mit anziehen Essen Zubereitung und Waschen zu tun hat Mit Krankheitstherapie bedingend Anforderungen auch Medikamenten gab es gehört damit zu.
00:35:16: Und Gestaltung des Alltags Lebens und soziale Kontakt.
00:35:19: Also wird im Prinzip geguckt wie komme ich im Alltag ohne oder eben auch mithilfe?
00:35:25: Aber so was, wie ob man noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann wird durchaus mitbewertet.
00:35:30: Wird durchaus
00:35:30: mit bewertet?
00:35:31: Ja das ist im Prinzip, da sind vorhin angesprochen den Übergang von Pflegestufen zu Pflege gerade.
00:35:37: Man hat damit nicht nur eine Einteilung geändert sondern eben auch diesen ja den pflegebedürftigkeitsbegriff geändert.
00:35:46: der Vorwurf damals bei den Pflegestufen war ja dass auch demenzielle Einschränkungen viel zu selten gewürdigt wurden.
00:35:55: Das ist bei dieser Reform, im Jahr zwei Tausend Siebzehnte, völlig geändert
00:35:59: worden.".
00:35:59: D.
00:35:59: h., da sind demenziell Erkrankte mit Menschen die Mobilitätseinschränkung haben gleichgestellt?
00:36:05: Ja genau!
00:36:05: Es wird genauso gewürdig.
00:36:08: Früher war das nicht und hat dann eben zu einer schlechter Stelle geführt.
00:36:13: Man muss auch sagen letzten Endes hat die Politik darauf geantwortet dass eben das Thema Demenz im Alter eben auch ein größeres demografisches Problem darstellt.
00:36:24: Und wie läuft dann so am Ende eine Begutachtung, also wie ist das Ergebnis einer solchen Begutsachtung?
00:36:28: Ist es wie bei der Führerscheinprüfung, so Multiple Choice und Ankreuzen oder wie geht das?
00:36:32: Genau!
00:36:32: Also es ist stark formalisiert.
00:36:36: Da gibt es Begotachtungsstandards und da gibt's tatsächlich Punkte... Und diese Punkte werden hinteradiert und führen dann eben zu einer Zuweisung, zu einem Pflegegrad.
00:36:49: Also beispielsweise eine Person braucht Hilfe beim Waschen anziehen kann eingeschränkt laufen benötigt Unterstützung bei den Medikamenten ist weit das jedoch weitgehend fit so in der Mobilität wird die wird dann beurteilt.
00:37:03: So in vielen Fällen ist es dann ungefähr Pfleger hat zwei drei Ja und auch da Es gibt eben auch folge Gutachten.
00:37:11: also man feststellt ja der Zustand verändert sich, dann kann man eben auch einen Folgeantrag stellen.
00:37:17: Also wer einmal im Pflegegrad zwei eingruppiert ist, der muss da nicht immer für immer bleiben, wenn er feststellt den Unterstützungsbedarf nimmt zu, dann stellt man ein Folgeantracht und dann geht das Prozedere genauso wieder von vorne
00:37:30: los.".
00:37:31: Und was ist, wenn ich damit nicht einverstanden bin?
00:37:33: Mit der Einung?
00:37:33: dieser medizinischen Dienst sagt mir also hier pflegegrad.
00:37:38: Ich bin aber der festen Überzeugung, ich kann dir gar nix mehr.
00:37:40: Pflegelgegern drei ist das Mindeste was ihr erreichen will.
00:37:42: Kann man dagegen vorgehen?
00:37:43: Kann man sich beschweren?
00:37:45: Ja, man kann da gegen einen sogenannten Widerspruch einlegen.
00:37:49: also wie mit allen Dingen in der Sozialversicherung kann Widerspruch eingelegt werden.
00:37:53: Der wird dann im Prinzip durch den medizinischen Dienst und die Pflegekasse dann auch wieder beantwortet.
00:37:57: Also kriegen das wieder vorgelegt um zu überlegen ja sind dann die Beschwerden die eingereicht worden sind, sind sie berechtigt oder nicht?
00:38:07: Und dann können die eben auch zu einem anderen Ergebnis kommen.
00:38:10: Manchmal geht es sogar durch einen Widerspruchsausschuss und wenn man immer noch nicht einverstanden ist, dann steht das sogenannte Sozialgerichtsverfahren eigentlich nur offen.
00:38:19: Ich
00:38:19: glaube wichtig ist dass, wenn das ältere Menschen betrifft, dass man den Appell loslässt – Nicht das schönste Kleid anziehen, nicht nur extra einen Kuchen backen und vorher die Wohnungen durchsaugen sondern möglichst den Normalzustand abbilden.
00:38:31: für den Gutachter oder?
00:38:32: Ja genau!
00:38:34: letzten Endes, der Gutachter soll ja feststellen was ist.
00:38:37: So und im Prinzip sollen natürlich dann auch der, der begutachtet wird darstellen was isst so und Ja du sprichst auf einem richtigen Punkt an.
00:38:46: letztens viele Dinge sind die auch scham behaftet.
00:38:48: man sagt also will ich mir eingestehen dass sich das und das nicht mehr kann.
00:38:52: Das sind ja dann auch durchaus sehr intime Dinge die man dann da preis gibt.
00:38:56: Die gut achter unterliegen natürlich noch in dem Schweigegebot Und werden das auch werten das ja auch entsprechend.
00:39:03: Also von daher zeigen, was ist.
00:39:06: Auch da hilft dann eben auch die Beratung durch die Pflegedienste, die dann auch schon mal sagen können also unseres Erachtens gehen Sie davon aus sie werden in pflegegrad zwei eingestuft und wenn dann hinter pflegegrad eins rauskommt dann kann man ja nochmal auf den pflegenden zugehen und sagen guck mal hier haben das mit eins bewertet.
00:39:22: ihr habt damals gesagt zwei guckt euch doch das gut achtmal an machen die.
00:39:27: im normalfall ist es denn so dass man vielleicht mit Pflegegrad zwei oder drei, wie du sagst eingestuft wird.
00:39:33: Sprich man kann in der Regel zu Hause bleiben, zu Hause wohnenbleiben und Unterstützung und bekommt dann Leistung aus der für ambulante Pflegetätigkeiten.
00:39:45: Gibt es da feste Sätze?
00:39:46: Oder das kann ich mir das vorstellen.
00:39:47: Kann nicht jeden Pflegedienst wählen den ich möchte, wird er direkt abgerechnet.
00:39:52: Wie funktioniert das?
00:39:53: Ja also erst mal Das wichtigste ist genau wie du sagt Erst ist eigentlich die ambulante Pflege genau das Hilfesystem, was als erstes greift.
00:40:07: Es gibt den Grundsatz tatsächlich im Pflegefüßigungsrecht ambulant vor stationär.
00:40:13: Manchmal formulieren wir es umgekehrt sagen ambulant unstationär und dann nicht eine Konkurrenz zu machen.
00:40:17: aber de facto ist es ja so wenn die meisten fragen sie möchten zur Hause wohnen.
00:40:22: Zuhause wohn bleiben im Kreis der Familie oder auch in ihrer eigenen angestammten Wohnungen und von daher ist das wichtig, dass da eben Unterstützung kommt.
00:40:30: Die Unterstützung kommt ja in vielfältigen Bereichen.
00:40:33: die kommen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung wird Unterstützung gebraucht von Einkaufen zubereiten der Mahlzeiten waschen der Wäsche geht hin über pflegerische Verrichtungen.
00:40:44: Das sind dann im Prinzip ja Hilfe bei der Körperpflege Geht hin bis hinter auch zu Betreuung.
00:40:50: also auch das Thema gesellschaftliche Teilhabe oder Auch dass ich Zuspruch habe, das wird abgebildet.
00:40:57: Und dann haben tatsächlich die Pflegedienste im Regelfall Verträge mit den Pflegekassen und rechnen nach bestimmten Systemen ab.
00:41:09: bei uns in Nordrhein-Westfalen sind es die sogenannten Leistungskomplexe.
00:41:13: Dann gibt es auch zeitbezogene Leistungen also gerade im Bereich der Betreuung und Hauswirtschaft.
00:41:18: Je nachdem man sagt Mensch ich möchte gerne Mitwurst damit, dass jemand für anderthalb Stunden zu mir kommt und mit mir persönliche Korrespondenz erledigt.
00:41:29: Auch bei mir ist es mit mir einkaufen geht oder auch das Grab des verstorbenen Ehemanns besucht – was auch immer!
00:41:36: Und dann sind das zeitbezogene Leistungen.
00:41:38: Wenn Angehörige die Pflege übernehmen bekommen sie dafür eine Geldentschädigung?
00:41:43: Genau Ganz häufig und das ist eigentlich auch der Rat, den man da geben kann wird es ja auch miteinander kombiniert.
00:41:51: Also da wo Angehörige sind und auch bereit sind zu pflegen und in der Lage sind zu Pflegen, ist das ja auch gut.
00:41:56: also das ist ja der Wunsch, den jeder hat dass die Anhörigen sich um einen kümmern und wenn das klappt ist das eine wunderbare Sache.
00:42:04: aber das zu kombinieren eben auch mit einer professionellen Pflege, die dann an Stellen eben auch die pflegenden Anhörung entlastet Manchmal auch diesen Thema Scham so ein bisschen abmildert.
00:42:17: Also der eine oder andere möchte sich eben nicht von seiner Tochter duschen lassen, ne?
00:42:22: Und dann kann das eben... Das
00:42:24: ist ein Externer vielleicht sogar die bessere Lösung.
00:42:26: Ja
00:42:27: genau also da muss man eben auch da wissen, also miteinander sprechen und wissen was man will und das dann miteinander zu kombinieren.
00:42:34: So wenn ich sage jetzt mal fünfzig Prozent der Sachleistung Erbracht werden, also vom Pflegedienst kommen.
00:42:41: Dann bleiben fünfzig Prozent der Geldleistung und so wird das anteilsmäßig dann hinterher ausgewogen.
00:42:48: Aber da macht es häufig Sinn eben am Anfang diese Kombinationsleistungen auch anzukreuzen damit man sagt okay ich habe die Freiheit, dass kann jeden Monat auch wechseln.
00:42:59: Und die zur Verfügung stehen den Finanzmittel?
00:43:01: Die steigen wahrscheinlich mit zunehmenden Pflegegrad.
00:43:04: Ja genau, also das steigert sich.
00:43:06: Das geht dann wirklich von Pflegegrad eins wo es nur den sogenannten Entlastungsbetrag gibt da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen kommt von hundert ein dreißig Euro geht hinter aktuell bei bis zu pflegegrad zwei fünf das sind ja fast zwei tausend dreihundert euro die dann an Sachleistung sind.
00:43:23: jetzt muss man immer noch mal gucken.
00:43:24: Sachleistungen sind natürlich nochmal anders als Geld Leistung.
00:43:28: in der Pflege haben wir Menschen Ja, von dieser Tätigkeit leben.
00:43:32: Die bekommen einen Tariflohn.
00:43:33: Wir haben ganz am Anfang schon darüber gesprochen was auch in der Pflege verdient werden kann.
00:43:38: dass die Leistungen natürlich teurer sind als die Entschädigungsleistung für die pflegenden Angehörigen ist an der Stelle auch klar und es auch vom System her passend finde ich.
00:43:47: also.
00:43:47: von daher ist das genau so auch richtig.
00:43:50: Dieser Entlastungsbetrag du hast es ganz am anfangen ja mit eingeführt.
00:43:56: Das Pflege Neuordnungsgesetz will den pflegegrad eins nicht auflösen.
00:44:02: Menschen mit pflegrad eins haben Anspruch auf Beratung, auf bestimmte Präventionsleistungen aber dieser Entlastungsbetracht von hundertdreißig Euro der entfällt für alle und das ist dann im Prinzip... Dann kommt man an Geldleistung erstmal nichts an vielfach eben genutzt für hauswirtschaftliche Tätigkeiten.
00:44:23: Das
00:44:23: heißt er soll auch wegfallen?
00:44:24: Nicht nur für pflegegrad eins sondern für alle pflegen
00:44:27: Der war ja für alle gedacht.
00:44:28: Das war ja vor allem so für Haushaltsdienstleistungen?
00:44:30: Ja genau.
00:44:31: Saugen, Häcke schneiden und so weiter.
00:44:33: Genau!
00:44:34: Richtig oder eben auch Betreuung.
00:44:35: also der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein sondern es gibt eben auch eine gewisse.
00:44:42: ich möchte auch Zuwendung haben, Betreuungs haben das ist sehr unterschiedlich und sehr frei genutzt worden.
00:44:47: Oder wirte mir noch genutzen nochmal.
00:44:49: Das Gesetz ist ja noch nicht durch.
00:44:51: Wir reden hier über einen Referentennwurf da muss man auch nochmal klagen.
00:44:55: Pflegeversicherung so angelegt, nicht als Vollkasko-Versicherung sondern um einen Teil der Leistungen abzudecken.
00:45:02: Genau also keine Vollkostenversicherung und so ist es nie angelegt gewesen.
00:45:07: So wird das häufig verstanden oder missverstanden Und wir müssen darauf hin dass natürlich pflege und das wird uns das pflegen Neuerungsgesetz egal wie es kommt auch zeigen.
00:45:20: Es wird so sein dass das auch noch etwas zugezahlt werden muss.
00:45:24: Aber wir haben ja nicht nur die Pflegeversicherung.
00:45:26: Wir haben auch noch die Krankenversicherung und dort werden Leistungen der Pflege erbracht, also Klassiker.
00:45:35: Die Diabetes-Spritze, die Insulinspritze die dann von Angehörigen womöglich Ehepartner hoch betagt traut sich das einfach nicht zu, die dann übernommen werden kann.
00:45:44: oder die Kontrolle der Medikamentengabe, Verbandswechsel etc.
00:45:49: Das sind Maßnahmen, die zur Behandlung einer Krankheit vorgesehen sind.
00:45:53: Auflegemaßnahmen können dann vom Arzt verordnet werden und sind nicht zulasten der Pflegefersicherung.
00:45:59: Das ist letztendlich eine Krankenversicherung.
00:46:01: Und das läuft über den Arzt.
00:46:04: Da sollte man auch rechtzeitig schauen, da wichtig die Beratung durch den Pflegedienst zu gucken.
00:46:10: was können die Angehörigen leisten?
00:46:12: Also es gibt Angehöre, die können das mit dem Insulin spritzen.
00:46:14: Das kann man ja auch erlernen.
00:46:16: Aber dann gibt es eben Angehörige, die sagen, das traue ich mir nicht zu oder das kann ich nicht.
00:46:21: Oder ist es kein Angehöhriger da?
00:46:23: Zu der Zeit übernimmt das die Krankenversicherung und entsprechend auch der Pflegedienst.
00:46:29: Das wird nur anders
00:46:30: bezahlt.
00:46:32: Wird nur anders gezahlt für Ordnungswäsche sind andere.
00:46:34: aber letztendlich kommt eine Leistung durch den gleichen Pflegedienst beim Patienten an dieser Stelle an.
00:46:42: Da muss man genau gucken... Was ist in der Kombination denn da wirklich sinnvoll und gut und richtig?
00:46:47: Und diesen Rundumblick haben unsere Pflegedienste.
00:46:51: In den einzelnen Kommunen, Städten und Gemeinden genau ja.
00:46:56: und wenn man dann im Prinzip diesen Weg durchschritten hat von Begutachtung und weiß was welche Leistungen zur Verfügung stehen.
00:47:03: Man hat sich beraten lassen Dann gibt es hinter einen Kosten voranschlagen.
00:47:06: Dann sagt man so was soll's denn dahinter werden?
00:47:09: wo brauchen sie denn wirklich Entlastung?
00:47:14: Ich werbe wirklich dafür auch diese Entlastung, diesen Entlastungsaspekt für die pflegenden Angehörigen wirklich anzunehmen.
00:47:24: Pflege ist häufig eben eine Vollzeitaufgabe und auch die Pflegenden müssen gepflegt werden.
00:47:30: Und sich da auch mal dann manchmal zu entlasten, ist glaube ich auch ganz gut.
00:47:35: Und dass auch der Gepflechte manchmal etwas ungehalten wird, das kann man ja auch verstehen.
00:47:41: Weil man eben mit den Grenzen seiner Fähigkeiten auch
00:47:45: konfrontiert
00:47:45: wird und dann ist es manchmal ganz gut wenn doch eben auch noch jemand an der Stelle vielleicht diese Last eben auch mitträcht.
00:47:55: Da gibt's ja dann auch die Möglichkeit zum Beispiel in der Tagespflege dass man entweder einen Tag die Woche oder mal am Stück, wenn man Urlaub machen möchte, dass man sowas in Anspruch nimmt.
00:48:07: Genau, also die Tagespflege müsste viel besser genutzt werden eigentlich.
00:48:20: Weil sie ermöglicht es häufig eben pflegenden Angehörigen ein Beruf nachzugehen auch deren Leben zu leben.
00:48:28: Es bleibt noch genug Pflege für die Angehörung im ambulanten Bereich übrig dass man das wirklich gut miteinander kombinieren kann und es ist dann tatsächlich diese Leistung Wenn man sie kombiniert, hat man hinterher mehr.
00:48:41: Vor Corona ist das stark gepusht worden die Tagespflege.
00:48:45: In Corona ist leider die Tages Pflege als erstes geschlossen worden und jetzt ist es so dass es dort tatsächlich eine große Zurückkartung gibt.
00:48:54: ich werbe wirklich dafür durch Tagespflege auch den Alltag viel einfacher zu gestalten.
00:48:59: meine Schwiegermutter war in der Tagespflegung und hat auf mal was erlebt Mal positive Dinge.
00:49:05: Hat Leuten, ist Leuten begegnet die sie früher kannte oder jetzt kennengelernt hat, hat sich auch mal aufgeregt was gehört zum Leben auch gehört.
00:49:14: das Essen hat nicht geschmeckt oder jemand war nicht nett zu ihr.
00:49:18: es war auf jeden Fall etwas da und dass hat wirklich viel auch Entlastung für uns gesorgt und auch für Erwechslung in diesem Fall bei meiner Schwiegermutter und so ist es bei vielen anderen ja eben auch.
00:49:30: also diese Leistungen miteinander zu kombinieren finde ich es in vielen Fällen sehr schlau.
00:49:37: Da kann man eigentlich nicht genug für
00:49:39: werben.".
00:49:39: Jetzt gibt's ja ein Modell, was in den vergangenen Jahren stärker aufgekommen ist oder mehr aufwog wird, möchte man fast sagen.
00:49:47: Nämlich wenn die ambulanten Leistungen nicht mehr ausreichen und man aber unbedingt gerne zu Hause bleiben möchte und nicht in eine stationäre Einrichtung ziehen möchte dass man sich externer Pflegekräfte bedient, die dann sozusagen in der Wohnung oder im Haus mit wohnen häufig Pflegekräfte aus Osteuropa.
00:50:08: Wir haben jetzt gerade gehört, pflegegrad two-tausend zweihundertneunzig Euro glaube ich in der höchsten Stufe fünf.
00:50:13: gleichzeitig verdient eine pflegekraft nach tarif drei tausend achtzehnt Euro und eigentlich bräuchte man ja mindestens zwei wenn die da vierundzwanzig sieben abdecken sollen.
00:50:24: Ich glaube dass diese kräfte die da arbeiten keine dreitausend achten euro bekommen im monat.
00:50:29: was ist von solchen modellen dann auch unter sozialen Gesichtspunkten zu halten.
00:50:33: Du bist erstißig beim Charitas, also einer christlich-sozialen oder dem christlich sozialen gedankengutverpflichteten Organisation.
00:50:41: Wie seht ihr das?
00:50:43: Ja Also erstmal muss man sagen Darf man auch selbstkritisch sagen die Kirche ist ja damit angefangen dass tatsächlich aus Polen Pflegekräfte rekrutiert wurden hier in Deutschland weil es gibt hier gab hier Probleme oder gibt immer noch Probleme und wenn jemand Zuhause wohnen möchte Wohnmöglichkeiten auch hat.
00:51:04: Wie kann man das lösen?
00:51:06: Und da hat man darauf zurückgegriffen, arbeitsrechtlich ist es nicht abzubilden.
00:51:12: Also kein Mitarbeiter bei uns hat mehrere Tage, vierundzwanzig Stundendienste.
00:51:18: und wenn man dann sagt naja die arbeiten ja nicht vierund zwanzig Stunden durch die legen sich ja auch zum schlafen hin trotzdem wird ja unterstellt dass es eine
00:51:28: Bereitschaft gibt, dass sie da sind.
00:51:32: Das ist arbeitsrechtlich schlichtweg einfach nicht abbildbar.
00:51:35: und ich sage mal selbst wenn man sagt Menschen die haben ja auch einen Tag frei oder einen halben Tag frei Ja Ich finde das ist zumindest einmal an der Grenze eines modernen Sklaventums.
00:51:47: Von daher finde ich Oder blick ich darauf sehr kritisch.
00:51:53: Aus Sicht der Pflegebedürftigen würde ich sagen Was wichtig ist, ist eben auch da eine Begleitung.
00:51:57: Also das Phänomen Todzuschweigen ist auch keine Lösung.
00:52:01: Es gibt ja einen Markt dafür, das kann man nicht wegzuningieren?
00:52:03: Absolut!
00:52:04: Genau es gibt Vermittlungsorganisationen Da kommen doch teilweise auch gute Kräfte dar und ich sag mal... ...es gibt bestimmt auch genügend gute Beispiele wo... ...ich sage mal Pflegebedürftiger und die osteuropäische Pflegekraft wurde gut harmoniert und beide auch gut zufrieden sind.
00:52:20: So fern ab mal jeder arbeitsrechtlichen Regelung.
00:52:24: trotzdem finde ich dann sollte man aber so ehrlich sein, dass man eben auch ein Kontrollmechanismus da hineinbringt und auch dafür Entlastung sorgt.
00:52:32: Also das lässt sich kombinieren mit ambulanten Pflegeleistungen, Mitberatungsleistung oder mit Tagespflege.
00:52:40: also Da muss man dann eben auch dann so fair sein auf dem pflegebedürftigen gegenüber Dass man da auch einen Kontroll mechanismus einsetzt.
00:52:48: denn was vordergründig immer gut funktionieren kann Ja, muss nicht immer tatsächlich auch hierhin so funktionieren.
00:52:55: Und ich finde auch da ist eine Entlastung durchaus angezeigt.
00:52:58: Wenn es denn zu Hause nicht mehr klappt oder auch nicht mehr sinnvoll ist – auch das kann ja schon der Erkenntnis sein wie wichtig ist – gibt es natürlich zahlreiche Möglichkeiten der stationären Pflege.
00:53:07: Das heißt, ich ziehe aus meinem Haus und meiner Wohnung aus entweder temporär oder dauerhaft in eine Senioreneinrichtung.
00:53:15: Was ist die Kurzzeitpflege?
00:53:18: Die Kurzzeitflege... Es hat mehrere Aspekte.
00:53:22: Einerseits, ich sag mal nach einem Krankenhausaufenthalt oder nach einem Ereignis, also Schlaganfall oder einem Sturz jemanden für eine umgrenzte Zeit zu pflegen außerhalb der eigenen Häuslichkeit und dann hinter wieder in die Häusigkeit zurückzukommen.
00:53:39: Also weils das Beispiel aus, nach dem Schlaganfallen hat man dann eine Therapie anschließend eine Reha- oder Anschlussheilbehandlung Und womöglich braucht es dann eben auch noch etwas Zeit, um die Pflege zu Hause zu organisieren.
00:53:53: Auch räumlich zu organisiert und vielleicht muss ein Umbau da sein.
00:53:57: Hilfsmittel müssen doch beschafft werden.
00:54:01: Alle müssen sich darauf vorbereiten.
00:54:02: Dann ist eine Kurzzeitpflege eine ganz gute Möglichkeit für eine bestimmte Zeit im Regelfall in einem Pflegerheim als Kurzzeit-Pflege dazu sein.
00:54:13: Wir sehen Kurzzeitpflege aber auch öfter... als Urlaubsvertretung, also auch die Pflegenden brauchen auch mal Erholung.
00:54:22: Und wohin
00:54:23: dann?
00:54:23: mit Mutti oder Fatih ist dann sicherlich auch die Kurzzeitpflege eine sehr gute Möglichkeit und man kann es auch ambulante organisieren.
00:54:33: das liegt immer wichtig am Individualfall.
00:54:36: aber Kurzzeit pflege geht eben in der stationären Einrichtung und der dritte Fall ist eigentlich Kurzzeitpflege vor einem stationären Aufenthalt.
00:54:46: Also der stationäre Aufenthalt ist, das kann ich mir durchaus vorstellen.
00:54:49: Ein ganz wesentlicher Schritt im Leben eines Menschen.
00:54:53: und um für alle auch nochmal klar zu haben ja da soll's hingehen aber trotzdem probieren wir es erst einmal.
00:55:00: um auch klarzuhaben man verbleibt nicht auf Gedei und Verderben in der Einrichtung, sondern wir probieren es erst mal.
00:55:08: Schalten also der vollstationäre Pflege eine Kurzzeitpflege, wenn man so will ein Probe wohnen.
00:55:14: vorweg macht das manchmal auch etwas.
00:55:16: Und dann ist es vielleicht ganz gut einfach das auch so entsprechend zu benennen?
00:55:19: Naja und häufig ist es ja so, wenn der Pflegefall akut eintrifft.
00:55:22: Also man is im Krankenhaus und es wird festgestellt, dass geht Zuhause nicht mehr.
00:55:27: Man muss in eine stationäre Einrichtungen denn muss man ja auch erstmal einen pflegeplatz bekommen.
00:55:32: ich glaube da ist die kurzzeitpfleger So ein Puffer zwischendurch mal ab und zu.
00:55:36: oder ist das nur eine Aushöhlung des Gedankens?
00:55:39: Nee, der Gedanke ist richtig.
00:55:41: Die Realität ist nun eine andere.
00:55:43: also Kurzzeitpflegeplätze sind ragesäht.
00:55:47: Das ist tatsächlich ein echtes Problem.
00:55:51: Man bekommt sehr schlecht kurzzeitpflegeplätze.
00:55:54: Also die Angehörigen die sie darum kümmern Die müssen wirklich mehr als einmal anrufen Und gucken wo es hingeht.
00:56:04: Da ist das Angebot nicht so groß.
00:56:08: Da muss man auch sagen, da hat die Politik einiges kaputt gemacht weil solitäre Pflegeeinrichtungen... Wir hatten mal welche im Kreis, die sind alle untergegangen und zwar aus wirtschaftlichen Gründen und nicht, weil sie es schlecht gemacht haben.
00:56:19: Also am Marino-Hospital in einem Städten gab's eine kurze Zeitpflege, die gibt es in einer solitären Kurzeitpflege.
00:56:25: Die gibt's nicht mehr.
00:56:27: Das ist wirtschaftlich eben nicht mehr darstellbar gewesen und dann haben die Träger gesagt, auf Dauer können wir das nicht machen.
00:56:35: Und jetzt hat im Prinzip ... Ist das Problem virulent?
00:56:37: Der Karl-Steinfurt hat das Problem erkannt.
00:56:40: Das Land Nordrhein-Westfalen übrigens auch versucht die Kurzzeitpflege attraktiver zu machen.
00:56:46: Das sind Teilen gelohnt aber der Bedarf ist viel höher als tatsächlich das Angebot was wir vorhalten
00:56:55: Wenn es denn auf ein Pflegeheim in Anführungszeichen zugeht, was ja nicht immer etwas Schlechtes sein muss.
00:57:00: Also viele sagen ja auch dass eben das Wohnen in einem Seniorenheim erstmal mit Vierundzwanzigbetreuung auch mit sozialen Kontakten mit Angeboten ja auch durchaus nochmal richtig einen Push geben kann den älteren Menschen.
00:57:12: aber ganz häufig ist natürlich das Thema Finanzierung ein ganz großes gerade glaube ich veröffentlicht worden.
00:57:18: durchschnittlicher Eigenanteile NRW ist gestiegen auf über drei tausend siebenhundert Euro.
00:57:23: dann muss man erst mal auf Wohnt Ganta haben auf Deutsch gesagt Wie rechnet sich das?
00:57:28: Wie finanziert es sich das, wie ist das gestaffelt.
00:57:32: Genau!
00:57:33: Also tatsächlich das Thema Pflegekosten und da nehme ich die ambulante Pflege mit rein, mit Tagespflege... Das ist für viele echt ein Buch mit sieben Siegeln.
00:57:43: also es ist kompliziert.
00:57:46: Wenn wir jetzt einmal ins Pflegeheim blicken haben wir nicht einen Pflegesatz.
00:57:50: Nicht der Tag kostet x Euro sondern er setzt sich zusammen aus verschiedenen Pflegensätzen Und damit werden unterschiedliche Leistungen eben auch bezahlt und sollen eben auch vergleichbar gemacht werden.
00:58:02: Also wir unterscheiden einmal in den Pflegebereich, also die sogenannten Pflegekosten, was für die Pflege hinterher aufgewendet wird.
00:58:13: Die werden im Prinzip durch die Pflegefersicherung getragen und durch den sogenannten Einrichtungseinheitlichen Eigenanteil Eee, da hat man auch ein Wort rumgetümmen geschaffen was man ja nur abgürzen kann.
00:58:25: Fast wie
00:58:26: EEG.
00:58:27: oder ist das anders?
00:58:27: Ja genau das war's anderes.
00:58:28: Das ist sogar glaube ich noch leichter zu berechnen.
00:58:31: ne weiß ich nicht.
00:58:34: mit diesem Konstrukt hat man einen Fehler bereinigt den es früher bei den Pflegestufen gab je höher die Pflege stufe desto höher der pflegeanteil desto höre auch der eigenen teil.
00:58:45: dann hatten Angehörige waren wenig motiviert den entsprechenden pfleg die entsprechende Pflegestufe zu beantragen.
00:58:54: Das ist jetzt anders geworden, das System hat sich umfinanziert oder umgestellt so dass es also einen einheitlichen Satz geht und die erhöhten Leistungen der Pflegeversicherung werden dann eben dafür genutzt.
00:59:05: Also pflege ist das erste.
00:59:07: Dann gibt es den Punkt Unterkunft und Verpflegung also alles das was mit Essen zu tun hat, wohnen zu tun haben.
00:59:15: Letzten ist der warmen Mietanteil wenn man so will entschließlich für Pflegung und dann gibt es eben noch die Investitionskosten, also die Kaltmiete wenn man so will.
00:59:25: In Nordrhein-Westfalen noch eine Besonderheit, es kommt im Prinzip nochmal hin zu einer sogenannte Ausbildungsumlage.
00:59:32: das ist dafür da dass die Pflege oder die Kosten für die Auszubildenden werden von der Gemeinschaft der pflegebedürftigen getragen wird umgelegt und da sind die Einrichtungen auch nicht frei Und dann hat man entsprechende verschiedene Anteile.
00:59:51: Also im Schnitt liegt dieser Einrichtungseinheitliche Eigenanteil bei über tausend dreihundert Euro im Monat, kann auch mal Bei konfessionellen Häusern zum Beispiel die ich sage einen relativ guten Tarif haben.
01:00:03: für ihre Mitarbeiter geht auch bis knapp Tausend Fünfhundert Euro rauf.
01:00:08: Das ist also das ist einrichtungsabhängig Unterkunft und Verpflegung Im Schnitt so Tausender hundertfünfzig Euro.
01:00:16: Ja.
01:00:16: und die Investitionskosten, das ist historisch sehr unterschiedlich.
01:00:21: Da liegt der Schnitt um die fünfhundertvierundsiebzig Euro, was zwischen dreihundert und siebenhundert Euro pro Monat geht da immer.
01:00:30: Und dann sagt man sich erst mal ein ganz strahlender Betrag.
01:00:34: Das sind Brett.
01:00:34: Wer kann das denn bezahlen?
01:00:36: So und dann haben wir das erstmal so.
01:00:39: Erstmal muss das eigene Einkommen eingesetzt werden, das eigene Einkommen der Pflegebedürftigen im Regelfall die Rente Genau, oder Zusatzrenten.
01:00:46: Also das was wirklich an Einkommen da ist.
01:00:49: natürlich auch wenn man irgendwelche Einkünfte aus Kapital hat dann geht es natürlich damit auch ein.
01:00:56: Dann kann man Pflegewohngeld beantragen was für diesen Investanteil wesentlich ist und natürlich ist auch die Sozialhilfe dann möglich.
01:01:05: also wenn hinter alles nicht mehr reicht dass die Rente reich nicht zusatzt.
01:01:09: Renten Betriebsrenten, Einkünften aus Kapitel reichen nicht Dann kann man Sozialhilfe beantragen.
01:01:17: Die sagt natürlich, erst muss das eigene Vermögen bis zum bestimmten schonen Betrag aufgebraucht werden.
01:01:24: Das ist dann die Frage nach dem eigenen Häuschen.
01:01:27: Wenn jemand ein selbstbewohntes Haus hat und jetzt umzieht aus diesem selbstbewohnten Haus und hinterlässt kein Ehepartner, dann ist es natürlich das Haus zu verwerten
01:01:39: Es sei denn, es wurde zehn Jahre vorher an die Kinder erschrien.
01:01:41: Dann gehört's einem ja nicht mehr.
01:01:43: Das ist nicht mehr das selbst genutzte Eigenheim?
01:01:45: Wenn man in einer Mietzwohnung wohnt, kann man natürlich nicht für äußern, sondern dann zieht man um... muss man sich schon überlegen was?
01:01:56: oder überlegen, sich die Menschen halt eben auch wie ordnen wir es alle.
01:02:00: Aber dass das selbst genutzte eigene Haus in dem sozusagen der Ehepartner noch verbleibt?
01:02:05: Das ist geschützt!
01:02:06: Genau also der wird jetzt nicht aus der Immobilie rausgeschmissen und auch das Schoenvermögen ist auch nicht gering.
01:02:16: Also alle bei Einzelpersonen zehn tausend Euro sind Schoem vermögen oder bei Eheparen zwanzigtausend euro.
01:02:22: dann kommt da im Prinzip Thema hinzu.
01:02:24: Das Thema Bestattungsvorsorge, also der Staat möchte dann natürlich auch oder unterstützt das, dass eine bestattungs Vorsorgenden im angemessenen Umfang auch anerkannt wird.
01:02:33: D.h.,
01:02:34: man hat da etwas Geld schon beiseite geschafft was hinterher für die Bestattung dient.
01:02:39: Die dient natürlich den bestattungspflichtigen Kindern oder Angehörigen, die dann schon wissen okay daraus ist es zu bezahlen.
01:02:46: Apropos
01:02:46: Kinder wenn sie alles richtig gemacht haben und gute Ausbildung absolviert haben und die Augen aufautomaten bei der Berufswahl.
01:02:53: Und sie gut verdienen, werden auch die beteiligt an den Kosten?
01:02:56: Ja das ist richtig!
01:02:57: Man hat allerdings eine Grenze eingeführt und hat gesagt also wer bis ein hunderttausend Euro zu verstollendes Einkommen angeben kann Der ist davon raus und wer über hundert tausend ja er wird angemessen an den kostenbeteiligten.
01:03:12: Ist es richtig dass sich bei dem Bei der geplanten Neuordnung da die grenze verschieben soll nach unten
01:03:17: Im klares hierhin?
01:03:18: Nein, im Pflegeneuordnungsgesetz ist das nicht.
01:03:21: Das ist auch nicht der Regelungsbereich der Pflegefersicherung.
01:03:24: aber ja natürlich im Gesamtzusammenhang wird das eben mit diskutiert und wird im Schatten quasi dieses Gesetzes dann eben auch mit auf den Weg gebracht.
01:03:32: also dass es ein erklärtes Ziel der Politik zurückzukommen zu alten Verhältnissen wo das eben auch schon eigentlich immer Thema war.
01:03:41: Kinder haften eben auch für ihre Eltern an der Stelle.
01:03:45: Aber Achtung Hier geht es nicht darum, dass hinter Vermögen aufgelöst wird weder von den Kindern noch von den Eltern nur in bestimmten Maße.
01:03:54: Sondern das geht dann ums Einkommen und nicht ums Vermögens.
01:03:57: Also auch das Haus der Kinder ist erst mal geschützt.
01:04:02: Erträge natürlich aus dem Vermietung werden mit angerechnet.
01:04:06: oder eben ja Lohn, Gehalt und was da so nach alles ist.
01:04:13: also von daher Ist das unser Sozialsystem?
01:04:19: Das Subsidiaritätsprinzip ist eben so, dass Kinder für ihre Eltern haften wie Eltern auch für ihre Kinder haften und hier gegenseitig einzustehen.
01:04:29: Das Prinzip bleibt grundsätzlich.
01:04:32: Und schlussendlich selbst wenn man dann unterhalten oder unterstützt wird vom Sozialstaat also Hilfe zur Pflege, wie es da heißt, dann ist das im Prinzip... dann bekommt man eben aber auch noch, ja ich finde das ein bisschen dispektilig den begriffen Taschengeld.
01:04:48: Woraus dann bestimmte Leistungen bezahlt werden können wie Friseur Fußpflege wegen meiner auch die Tasse Kaffee Aber von hundert zweiundfünfzig Euro im Monat
01:04:57: keine großen Sprünge möglich
01:04:58: sind keine großen sprüngemöglich.
01:05:00: wobei man sagen muss wenn dem stationären Bereich wenn man dort untergebracht ist hat man das thema ja wohnen essen trinken dass es im prinzip komplett erstmal abgedeckt und nicht schlecht abgedekt.
01:05:12: Aber alles, was dazukommt muss dann davon bestritten werden.
01:05:15: Ein Thema würde ich gerne noch ansprechen das zumindest gefühlt in letzter Zeit immer wichtiger und auch irgendwie immer präsenter wird Und du hast ja auch erwähnt dass das mit der Ungruppierung damals von pflege stufenden pflege gerade stärker gewürdigt wird nämlich das thema demenz.
01:05:31: Was muss aus deiner sicht noch mehr gemacht werden?
01:05:34: Noch mehr in den blick genommen werden um Das thema für allen für Angehörige aber auch für die betroffenen selber besser zu händeln.
01:05:42: Ja, ich glaube ganz am Anfang steht wirklich das Thema Diagnostik also erkennen von Demenz oder von Vorform der Demenz.
01:05:52: Ich glaub dass es ein wesentlicher Punkt da geht jetzt erstmal tatsächlich Richtung Richtung Ärzteschaft, dass die wirklich auch das Augenmerk darauf richten und Veränderungen erkennen.
01:06:04: dabei sind sie natürlich angewiesen darauf, dass vertraute Menschen, Ehepartner Kinder Informationen weitergehen.
01:06:12: Wichtig ist eben auch drüber zu sprechen, auch über Veränderung zu sprechen und hinzuschauen.
01:06:18: also mit Demenz ist nicht die Vergesslichkeit gemeint.
01:06:21: Die Vergesslichkeit.
01:06:22: wo habe ich den Autoschlüssel eigentlich hingelegt?
01:06:24: Habe ich auch!
01:06:25: Ja aber du findest ihn an Stellen wieder die nicht abnahm sind.
01:06:32: Sobald du in einem Kühlschrank findest
01:06:34: dann... Sollte mir Gedanken machen
01:06:36: Machst du die Gedanken oder deine Partnerin macht sich dann Gedanken und sagt Mensch das ist aber ungewöhnlich, dass das ist.
01:06:44: Und das können ganz unterschiedliche Sachen sein.
01:06:47: unter Demenz fast man eben auch letztens Demenz ein Symptom.
01:06:51: Man muss gucken was sind denn dann die Ursachen?
01:06:53: Alzheimer's eine der Ursachen.
01:06:55: wir haben ganz am Anfang das heiße Wetter trinken also man kann auch mal zeitweise demen werden wenn man nicht genug trinkt.
01:07:02: jeder hat es Nicht vielleicht nicht als Dementz, aber als zumindest mal bumblig und im Kopf etwas eingeschränkt schon erlebt.
01:07:09: Es gibt auch durch Blutungsstörungen, zerebrovaskuläre Dementzen die entstehen, beeinträchtigen können.
01:07:17: Also Diagnostik also.
01:07:19: Auch einen klaren Lebensablauf.
01:07:21: Klare Regeln, klare Strukturen helfen ungeheim in der Demenz.
01:07:28: Und sich da dann auch, wenn es vortretet, Hilfe holen.
01:07:32: Also wirklich zu schauen wie gehen wir damit um?
01:07:34: Da kann die Pflegeberatung und der Pflegeschulung vieles bewirken.
01:07:37: Wie gehe ich denn mit jemandem um, der ein verwirrtes Verhalten hat, der getrieben ist durch andere Reize?
01:07:49: Das sind solche Stichworte wie Validation sicherlich ganz gut also den ursprünglichen Antrieb einmal erkennen Wenn du später Demenz wirst, Christian.
01:07:58: Vielleicht musst deine Frau dir dann ein... Ich merk's
01:08:00: ja nicht wahrscheinlich!
01:08:01: Ja aber sie legt die Stiftung Block hin damit du viele Dinge dann aufschreibst weil du das gewohnt bist.
01:08:06: Also an Gewohnheiten anzuknüpfen und Motivationen anzuknoten.
01:08:10: Und das ist glaube ich die schwierigste Form hinterbei herausforderndem Verhalten auch zu schauen wie schütze ich auch die Angehörigen?
01:08:17: Wie krieg ich das also auch gut geregelt?
01:08:22: Da hilft wirklich auch miteinander sprechen, die Erfahrungen zu teilen.
01:08:26: Sich Hilfe zu holen und offen für dieses Thema zu sein.
01:08:30: Viele sagen auch Nachbarschaft müssen sensibilisiert werden.
01:08:33: also ja wenn ich weiß dass meine Nachbarin manchmal nicht adäquate über die Straße läuft weil sie es vergessen hat dann wäre das doch ganz gut wenn ich da mitgenommen werde als Nachbar weiß wie ich damit umzugehen habe.
01:08:47: Das ist glaube ich auch nochmal ein ganz wichtiger Appell, jetzt ganz zum Schluss quasi soziale Kontakte zu pflegen.
01:08:53: Darauf zu achten du hast mal gesagt pflegst sie sich selbst.
01:08:57: denken Sie auch an sich.
01:08:58: ja also und zwar gar nicht mit sowohl die Angehörigen als auch die als auch in Anführungszeichen Betroffenen selber.
01:09:05: was muss da im Fokus stehen?
01:09:07: Genau!
01:09:08: Also pflege es sich selbst achten Sie auf sich selbst.
01:09:11: letzten Endes wäre Es ist gar keinem geholfen, wenn jemand sich aufopfert.
01:09:19: Ich finde das auch eine falsche Motivation.
01:09:21: Das sind falsch verstandene Altruismus weil er nützt hinter gar keinen.
01:09:25: Wenn die Helfer aufgebrannt sind dann macht es gar keinen Sinn.
01:09:30: Menschen, die andere retten haben das schon für innerlicht.
01:09:34: Die wissen Eigenschutz geht vor Fremdschutz.
01:09:36: Die sorgen erst für sich und sichern ihre Unfallstelle ab oder sehen zu dass sie selbst gesichert sind.
01:09:42: Das wird in der Pflege viel zu oft vergessen.
01:09:45: Also wirklich zu schauen, dass sowohl die pflegenden Angehörigen soziale Kontakte aufrechterhalten dann aber dafür eben auch Ausgleiche suchen, dass sie sich Hilfe holen und dass sie Gleichgesinnte womöglich finden.
01:09:56: also es gibt einige Selbsthilfegruppen damit man weiß man ist doch nicht alleine mit der Frage stellen will ich bin nicht der einzige der jemanden pflegt wie machen das die anderen?
01:10:06: wir holen diese Hilfe Wie sichern die ihre sozialen Kontakte?
01:10:10: Und dann Ja, das ist der Appell eigentlich an die Pflegebedürftigen oder uns zukünftig einfach mal auch mal hören was andere sagen.
01:10:20: Also nicht ... Was ich häufig höre ne?
01:10:23: Nee da kannst du mit Vater nicht drüber sprechen!
01:10:24: Das will er gar nicht hören.
01:10:26: doch und wir müssen auch bereit sein dann darauf zu hören also empfänglich zu sein für wirklich gute Ratschläge Und da frühzeitig eben miteinander sprechen damit man weiß was man denn dann auch will Oder eben auch nicht.
01:10:41: Also, sich selbst darf man nicht dabei vergessen.
01:10:43: Sich selbst zu fliegen gehört mit zur Pflege dazu.
01:10:46: Ganz ganz wichtig und Entlastungsmöglichkeiten sind viele da!
01:10:51: Man muss sie nur wissen und man muss sie annehmen ja.
01:10:55: Ja das ist doch ein würdiges und schönes Schlusswort.
01:10:59: Ich würde mal sagen, das war weit mehr als ein knapp einstündiger Parforsrett durch den Bereit der Pflege.
01:11:05: Sondern es war ein umfassendes Informationspaket was hoffentlich ein bisschen unterhalten hat.
01:11:11: Ich danke insbesondere dir Markus für die vielen Informationen und guten Denkanstöße.
01:11:18: Und uns allen wünsche ich gutes Gelegen bei der Umsetzung!
01:11:22: Vielen Dank
01:11:23: auch unseren Zuhörerinnen und Zuhören.
01:11:24: Herzlichen Dank fürs zuhören.
01:11:25: Empfehlen Sie uns weiter.
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